Funktionsöffnungen

Neue Erkenntnisse bei Energieverlusten

Wie entsteht der Energieverlust – Was sind Funktionsöffnungen?

Funktionsöffnungen stellen unverzichtbare technische Komponenten in Gebäuden dar, die jedoch in direkter Wechselwirkung mit dem Aussenklima stehen und häufig nur unzureichend oder nicht isoliert sind. Dies resultiert in signifikanten Energieverlusten.

Die Wärmeverluste entstehen durch die Erwärmung der kälteren Luft in Rohren und Kanälen durch die wärmere Raumluft. Dieser Prozess, bekannt als Konvektion, führt zu einem Aufsteigen der Luft. Zusätzlich beschleunigen Windsog und die Nachströmung von kalter Luft aus dem Abwassersystem den Luftaustausch. Die unzureichende Isolierung dieser Wärmebrücken resultiert in signifikanten Wärmeverlusten. Die Erkenntnisse der Hochschule Luzern (ZIG)

Eine Studie des Zentrums ZIG, in Zusammenarbeit mit OEKAG, im Auftrag des Bundesamtes für Energie (BFE) hat ergeben, dass diese Verluste, entgegen der SIA Norm 380/1, von erheblicher Bedeutung sind.

Haupterkenntnisse
  • Funktionsöffnungen können bis zu 30 Kilowattstunden pro Jahr (kWh/a) oder mehr pro Laufmeter an Energie und Heizkosten verlieren.
  • Je nach Gebäudegrösse und Ausbaustandard entsprechen diese Verluste zwischen 3 und 15 Prozent des Heizwärmebedarfs. Je kompakter das Gebäude und, desto besser seine Isolierung, desto grösser der anteilsmässige Verlust über die Funktionsöffnungen in Prozent des Heizwärmebedarfs.
  • Beispiel: Eine Abwasserfallleitung in einem Mehrfamilienhaus kann jährlich bis zu 50 Liter Heizöl an Verlust verursachen.

Studie

Wärmeverluste von Funktionsöffnungen in Gebäudehüllen – Studie zur Quantifizierung des Wärmeverlustes von Gebäuden über Funktionsöffnungen infolge Einrohrzirkulation. Schlussbericht Funktionsöffnungen, 28. November 2013, ZIG / HSLU.

Wärmeverluste
Schlussbericht

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